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Sonntag, 6. März 2016

Das bittere Ende? Chicorée-Salat

Ich hab mir vorgenommen, öfter Chicoree zu essen. 
Auch wenn es dieses Lebensmittel nicht in die Big 20 geschafft hat, hat es viel zu bieten: er ist u.a. reich an Vitamin B1 und B2 sowie Calcium, ist also eine gute natürliche Vitaminquelle im Winter. Seine Bitterstoffe regen außerdem die Verdauung an und die große Menge an Inulin macht ihn zu einer exzellenten Quelle für lösliche Ballaststoffe - und die füttern ja die besten Freunde des Darms.
Ja, richtig gehört, Ballaststoffe. Wer da nämlich nur an Müsli-Papp und Körner denkt, ist schief gewickelt.

Allerdings bin ich nicht so der Bitter-Fan... und der Koch noch weniger. Eine kurze Recherche ergibt: 5 Minuten in warmes Wasser legen hilft angeblich gegen die Bitterkeit. Hm, da verlieren wir zwar ein paar der wertvollen Inhaltsstoffe, aber wenn wir dann mehr davon essen, rechnet sich das vielleicht. Also, versuchen wir's.


Quelle: Chicorée-Zeichnung von pflanzenforschung.de
  
Der Koch und ich waren mehr als überrascht, wie gut der rohe Chicorée schmecken kann - und überhaupt gar nicht bitter! Wir waren begeistert, der Junior ebenso und die Schüssel war ruck-zuck leer...

Wirklich fasziniert war ich aber erst, als ich nach dem letzten Bissen Salat einen Schluck von meinem Brombeer-Pfefferminz-Ti genommen habe. Boah, volle Kanne Bitter-Attacke! Wie kommt denn das? Reagiert da etwas mit der Pfefferminze? Oder mit der Brombeere? Oder der Zitronensäure?
Wo sind die Chemiker, wenn man sie mal braucht?

Der kleine Mann war auch völlig hingerissen und hat das Experiment gleich mehrmals gemacht: Chicoreesalat - mh, lecker. Schluck Tee - bäh!
Chicoreesalat - mh, lecker. Schluck Apfelsaft - AHA, immer noch lecker!
Ich würde sagen: Zufälliger ernährungspädagogischer JACKPOT!

Möglicherweise sitzt da ein zukünftiger Wissenschaftler am Tisch? Vielleicht bringt der die Ernährungswissenschaft mal auf Trab! 
Ach, ist das nicht herrlich, was man alles in ein Kind hinein interpretieren kann...! 


Chicorée-Salat mit Apfel und Ei

Zutaten:

ergibt etwa 4 Portionen

3 violette oder grüne Chicoréeköpfe
1 Apfel
2 hartgekochte Eier
1 Schalotte
Distel- oder Sonnenblumenöl
Joghurt, 3,8% Fett 
Senf, mittelscharf
weißer Balsamicoessig
etwas Salz
frisch gemahlener Pfeffer 
etwas Zucker
etwas Schnittlauch


Eier hart kochen und abschrecken. Strunk des Chicoree großzügig entfernen und Blätter ca. 5 Minuten in lauwarmes Wasser legen, danach abtropfen lassen oder trocken schleudern. Apfel gründlich waschen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Schalotte schälen und ebenfalls würfeln. Für das Dressing 2 EL Öl mit 4 EL Joghurt, 2 EL Essig und 1 EL Senf gründlich verrühren, würzen und abschmecken. Zwiebel- und Apfelwürfel unterrühren.
Chicoree in Streifen (etwa 0,5 cm) schneiden und Dressing über den Chicorée geben. Die hartgekochten Eier schälen und in Würfel schneiden und über den Salat geben. Mit Schnittlauch bestreuen.

Montag, 18. Januar 2016

Spaghetti mit Grünkohl-Pesto

Ich weiß noch, wie wir vor Jahren (lange vor dem kleinen Mann...) auf Langeoog im Urlaub in einer Ferienwohnung untergebracht waren, die über der Wohnung der Vermieter lag. Eines Mittags stieg ein, sagen wir mal, "charakteristischer" Geruch nach oben... Grünkohl mit Pinkel. Der Koch und ich dachten nur - ja, Junior, ich weiß, das sagt man eigentlich nicht - "Bäh!"
Kein Wunder, dass der in unseren Gefilden nicht sehr verbreitet ist, dachte ich mir so. Wer es nicht kennt - es handelt sich um ein typisches Wintergemüse, dunkelgrüne, krause Blätter, vor allem in Norddeutschland sehr beliebt.

Warum ist dann Grünkohl überhaupt in meinem Einkaufskorb gelandet, mag der geneigte Leser sich nun fragen? 
Tja, weil auch an uns das neue Jahr nicht spurlos vorüber geht was so manchen Vorsatz angeht. Und bei uns betrifft das, wen wunderst, die "gute Ernährung." (Ja, Anführungszeichen, den Sinn und Unsinn der Unterscheidung gut/böse hatte ich ja schon behandelt...)
Sprich: wir wollten mal wieder den Entsafter benutzen, und in dieser Form ein bisschen Extra-Gemüse und Obst zu uns nehmen. Wer "Fat, sick and nearly dead" gesehen hat, der weiß, "kale", also Grünkohl, steht da ganz oben auf der Saftfasten-Liste. (Es gibt ein Buch namens "Fifty shades of kale"... die Amis *kopfschüttel*)

Und dann kam es, dass ich bei tiny spoon, die sich ebenfalls mit Rezepten für Kleinkinder beschäftigt, das Rezept für ein Pesto aus Grünkohl entdeckt.
Da es sowieso ziemlich viel Grünkohl war, doch einen Versuch wert. Außerdem, so weiß ich jetzt, hat kaum etwas so viel Vitamin C wie roher Grünkohl. Das können wir grad gut gebrauchen!

Aufgrund der Urlaubs-Erfahrung waren wir aber mehr als skeptisch, ob uns das schmeckt. Wir haben sogar in der Küche einen Probe-Teller gemacht, und alle drei gekostet, bevor wir entschieden haben, ob es unser Mittagessen wird.
Der kleine Mann wollte nix davon wissen - das war aber keine Überraschung, denn der ist erstens Erkältungs-jammerig und hat deshalb kaum Appetit und zweitens mag er einfach kein grünes Pesto. (Warum auch immer, ich bleibe dran... *zwinker*)
Der Koch und ich aber waren wirklich positiv überrascht! Wir haben uns vorgenommen, das kommt jetzt öfter mal in den Einkaufswagen. Denn auch der Saft mit Grünkohl war erstaunlich trinkbar. Mensch, wieder bekehrt!

Ich muss aufpassen, sonst hab ich bald zu viele Artikel mit dem Label "Ich lasse mich bekehren", und lande noch in der Missionars-Schublade. 
Das klang jetzt irgendwie sexuell. Lassen wir das. 
Schuster bleib bei deinen Leisten. Es war jedenfalls fei-hein.

Grünkohl-Pesto

Zutaten:

ergibt etwa 6 Portionen

3 große Blätter Grünkohl
50 g Walnüsse
Sonnenblumenöl
Olivenöl, mild
50 g Parmesan oder Grana Padano
etwas Salz
frisch geriebener Pfeffer


Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne leicht anrösten, bis sie duften. Vorsicht, dabei bleiben, Nüsse werden schnell zu dunkel. Walnüsse abkühlen lassen.
In der Zwischenzeit Grünkohl waschen und trocken tupfen oder schleudern. Mit den Nüssen in einen Zerkleinerer geben und mit etwas Sonnenblumenöl mixen (Olivenöl wird leicht bitter).
Käse fein reiben und mit Salz und Pfeffer und Olivenöl unterrühren bis die gewünschte Pesto-Konsistenz erreicht ist. Wenn man das Pesto einige Zeit aufbewahren will, kann man den Käse weglassen und erst vor Benutzung unterrühren.



Quelle: Inspiration bei tiny spoon, Rezept nach kuriositätenladen

Mittwoch, 23. Dezember 2015

Tomatensauce mit Feigen

Bevor die Weihnachts-Schlemmerei beginnt, bei der es bei uns - wahrscheinlich wie in den meisten deutschen Familien - fast jeden Tag Fleisch gibt, tue ich uns schnell noch was vegetarisch-Gutes. Außerdem muss ich vor morgen noch ein bisschen die Küche aufräumen. Dachte ich.

Meine liebe Mutter hat uns zu Nikolaus getrocknete Feigen geschenkt. Hauptsächlich, weil sie einen Feigenbaum im Garten hat, den sie den ganzen Sommer mit ihrem Enkel gehegt und begutachtet hat. Nun wollte sie dem kleinen Mann zeigen, wie die aussehen und schmecken, wenn man sie trocknet. Er mag nämlich eigentlich fast alle Trockenfrüchte.
Nur blöd, dass in unserer Familie niemand Feigen mag. Wie wir jetzt wissen, auch der Junior nicht, selbst getrocknet. Auch meine Mutter hat nur deshalb einen Feigenbaum, weil sie ihn schön findet.
Nun. Auch wenn ich den ernährungspädagogischen Ansatz meiner Erzeugerin grundsätzlich unterstütze... jetzt hab ich da in der Küche getrocknete Feigen liegen. Und frage mich, was ich eigentlich damit machen soll.

Spaghetti mit Feigen-Gorgonzola-Soße, die eine liebe Freundin von mir mal gemacht hat, hat mich erstaunlicherweise überzeugt. Damit brauch ich dem Koch aber nicht kommen. Der kann so kräftigen Käse nicht wirklich leiden. Also etwas anderes... Nudeln mit Tomatensauce geht irgendwie ja immer. Und wenn da mal was Neues mit drin ist, find ich das eh spannend, siehe Sesam-Tomatensauce.

Vegetarisch und kindgerecht, das ist es doch. Wie gesagt, dachte ich. 
Das Original-Rezept war handwerklich allerdings ziemlicher Mist (Warum werden die Feigen nicht mit angeschwitzt? Und da soll jetzt noch Zucker dazu? Na gut...), und so kam es, dass das Ergebnis süß wurde. 
Ziemlich süß. Ketchup-süß. 
So süß, dass der Koch entschieden hat, dass da noch Speck dazu muss, zum Ausgleich. So viel zu meinen vegetarischen Plänen...
Aber die Kombination Tomate-Feige ist tatsächlich interessant. Findet selbst der Koch. Und wenn man den Zucker weglässt, wird es auch nicht so süß.

"mit Kind und Koch" wünscht Frohe Weihnachten!

Tomatensauce mit Feigen

Zutaten:

1 Dose Tomaten
1 Zwiebel
etwas Knoblauch, der Chinesische oder 1 Knoblauchzehe
etwas Olivenöl
2-3 EL weißer Balsamico-Essig 
ca. 40 g getrocknete Feigen
Salz
Pfeffer
ev. Cayennepfeffer

Dazu passen Gnocchi. Und - wer möchte - Bacon, knusprig angebraten und darüber gebröselt.


Zwiebeln grob würfeln, die Feigen ebenfalls. Knoblauch fein würfeln. Die Zwiebeln in Öl vorsichtig etwa 10 Minuten anschwitzen. Knoblauch und Feigen dazu geben und mit anschwitzen, bis alles schön aromatisch-süß riecht. Mit Essig ablöschen. Tomaten dazu geben, salzen und umrühren.
Etwa eine halbe Stunde kochen lassen.
Die Sauce etwas abkühlen lassen und pürieren. Mit Salz und Pfeffer und ev. Cayennepfeffer abschmecken.


Quelle: Rezept sehr frei nach Melimeloo

Sonntag, 15. November 2015

Serie: The big 20 - Folge 10: Kidneybohnen & Co

'Oha. Das wird ne schwere Nummer' hab ich gedacht, als ich gelesen habe, dass die nächste Big 20-Folge "Kidneybohnen & Co" heißt.
Ich - mag - keine - Kidney - bohnen. Gar - nicht. 

Je mehr Big 20-Folgen ich schreibe, bzw. plane, desto mehr fällt mir auf, wie viele Dinge ich nicht gerne esse. Ich vermute, das liegt daran, dass ich sie als Kind einfach nie oder zu selten probiert habe. Umso besser, dass der Junior all diese Sachen schon allein wegen mit Kind und Koch kennen lernt - nur dafür lohnt es sich schon, das zu machen. Auch wenn das mit der Wiederholung, durch die Kinder sich an Geschmack gewöhnen und langfristig zu schätzen lernen, ehrlicherweise nicht bei allen Lebensmitteln gleichermaßen klappt.

Nun ja, das ist jetzt erstmal die Halbzeit der Serie, und ich kann freilich eine "Revisited"-Serie dran hängen, damit sich die Zutaten auch wirklich in unserem Leben etablieren.
Derweil mache ich es mir - relativ - einfach, und wähle für solch herausfordernde Ingredienzien Rezepte, bei denen es möglichst wahrscheinlich ist, dass sie uns schmecken. 

Der Koch: "Ich wollte eh schon länger mal einen Bohnen-Burger machen." Ja. Das ist gut. Die Dinger zerkleinern, sodass ich nicht pur darauf herum kauen muss, das ist psychologisch optimal. Frau Eugster pflichtet bei: "Die violetten Kidneybohnen [...] schmecken vielen Kindern richtig gut. Sie bringen Farbe in den Salat [...] oder werden zerdrückt in Burgern verwendet."
Besonders wertvoll sind sie, weil sie "viele Kohlehydrate, Eiweiß sowie namhafte Mengen an Ballaststoffen" enthalten und "Phytoöstrogene, die Krebs vorbeugen." Na das tun sie schließlich auch zerdrückt.

Ergebnis? Der kleine Mann wollte nicht glauben, dass kein Fleisch drin ist. Ich schätze, er dachte so ungefähr: 'Das ist halt einfach mal wieder ein leckerer Burger von Papa. (Und da ist immer Fleisch drin.)' Der wiederum war selbst auch sehr begeistert vom Ergebnis. Na, und ich? Ich fand's gut. Einfach gut.
Hey, ich kann Kidneybohnen essen! Ich hab's geahnt, das Bekehren-Label brauch ich öfters...

Kidneybohnen-Burger mit Aprikosensauce

Zutaten:

ergibt 4 mittelgroße Burger-Patties


1 Dose rote Kidneybohnen
4 EL Haferflocken, fein
1 EL Mehl
1 große Karotte
1 große Zwiebel, weiß oder rot
etwas Knoblauch, wenn möglich Chinesischer, Menge etwa wie eine Zehe
schwarzer Pfeffer
gemahlener Koriander
Petersilie, TK 
Salz 
2 EL Öl
1 EL Aprikosenmarmelade
1 EL Ketchup 
1 EL Senf
etwas Salat
einige Scheiben Salatgurke
einige Scheiben Tomaten 

Dazu: Burgerbrötchen


Kidneybohnen abgießen und mit der Hand oder einer Gabel zerdrücken. Von der Zwiebel einige Ringe abschneiden, den Rest ebenso wie den Knoblauch würfeln, die Karotte raspeln. Mit Mehl, Haferflocken, Gewürzen und Kräutern zur Bohnenmasse geben und gut vermischen. Zu Burger-Patties formen und in Öl von beiden Seiten goldbraun anbraten.
Aprikosenmarmelade, Ketchup und Senf zu einer Burgersauce vermischen. 
Salat waschen und trocken schleudern. Tomate und Gurke ebenso waschen und in Scheiben schneiden.
Burgerbrötchen-Unterteil mit Sauce bestreichen, Gurke, Salat und Tomate darauf legen, danach den Bohnen-Patty darauf. Nach Geschmack Sauce auf das Brötchen-Oberteil streichen und auf den Burger setzen.

Quellen: Gabi Eugster "Kinderernährung gesund & richtig" - 2012, Rezept frei nach Bohnenburger von Vegan Guerilla

Montag, 19. Januar 2015

Sellerie-Maronen-Suppe

Es gibt ja so Geschichten, die man sich immer wieder erzählt. Innerhalb der Familie, den Freunden, und jedes Mal wenn die Kernaussage der Geschichte zum Gespräch passt. Genau so eine ist das. 
Und der Kern der Geschichte? "Da war meine Klappe größer als der Verstand," oder: "Du wirst jetzt bekehrt!"

Es begab sich zu einer Zeit, da hatten wir noch Zeit. Also, nicht dass wir uns falsch verstehen. Wir sind nicht in ein Wurmloch gefallen. Kein Raum-Zeit-Kontinuum. "Nur" Nachwuchs. 
Der Koch hatte jedenfalls noch Zeit dafür, mich auf den Arm zu nehmen. Nicht mal eben mit einem blöden Spruch. Sondern so richtig. Mit Vorbereitung und allem Drum und Dran.

Eines Tages kam ich von der Arbeit heim (so weit ich mich erinnere - das kommt mir alles Lichtjahre entfernt vor... Irgendwie hab ich's heute mit den Physik-Referenzen...) und auf dem Herd köchelte Suppe. Wie bereits erwähnt, nicht gerade meine Leibspeise. Aber, wenn sie der Koch gemacht hat, auch nicht per se abzulehnen.
Ich hab mich also hauptsächlich gefreut, dass ich mich an den gedeckten Tisch setzen konnte.

Irgendwie war die Stimmung nur ein bisschen komisch. So gespannt. Und er schaute mich so erwartungsvoll an.
"Schmeckt's?" kam dann ziemlich bald, ganz nonchalant.
"Ja, schmeckt sehr lecker."
"Und, was ist es?"
Ehm. Ich hab keine Ahnung. Es schmeckt recht kräftig, würzig, ein bisschen erdig. Aber rund. Einfach lecker halt. Was willst Du von mir?
"Kartoffelsuppe, noch mit irgendeinem anderen Gemüse?"
"Nee, sind keine Kartoffeln drin."

Schweigen. Was ist hier los? Worum geht es hier?
"Jetzt sag halt, was ist es denn?"
"Sellerie-Maronen-Suppe."

OAH! Du Schwein. Ich HASSE Knollensellerie. Und noch mehr hasse ich MARONEN!!! Dass mir das JEMALS schmeckt, das kann er vergessen, das hab ich ihm mehrmals gesagt.
Und jetzt hat er es mir doch einfach untergeschoben. Der A*sch.

Das süffisante Grinsen kann man sich ja vorstellen. 
Guten Appetit!

P.S.- Sogar der kleine Mann findet sie gut.

Zutaten:

500 g Knollensellerie
250 g Maronen (gegart und vakuumiert)
1 große Zwiebel
1 EL Butter
1 l Brühe (Gemüse- oder Hühnerbrühe)
200 ml Sahne
1 EL weißer Balsamicoessig
Salz
schwarzer Pfeffer
eine Prise Cayennepfeffer


Zwiebeln und Sellerie schälen und in grobe Würfel schneiden. In Butter leicht anbraten, Maronen, Salz und Pfeffer hinzufügen. Mit Brühe ablöschen und ca. eine halbe Stunde köcheln lassen, bis das Gemüse weich ist.

Suppe pürieren. Sahne hinzugeben. Wer ein bisschen Zeit hat und es ganz luftig mag, kann die Sahne schlagen und dann unterrühren. Mit Balsamicoessig und Cayennepfeffer nach Belieben abschmecken.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Serie: The big 20 - Folge 6: Getrocknete Aprikosen

Ich war ja echt skeptisch bei dieser Big 20-Folge. Ich kann Aprikosen nämlich nicht leiden. Getrocknet enthalten sie "viel Beta-Carotin und Vitamin E" sowie "Magnesium, das Krämpfen vorbeugt. Und Ballaststoffe helfen bei der Verdauung." Jaja. Aber sie schmecken halt noch intensiver und haben diese kräftige Honig-Süße... *schüttel* 

Aber es geht hier ja in erster Linie nicht um mich. Dass ich trotzdem mitessen muss, ist sozusagen nur ein positiver Nebeneffekt. Denn ich bin mal wieder bekehrt worden. Zumindest in dieser Darreichungsform. Fein!
Der kleine Mann wollte die Salsa erst gar nicht probieren. Aber dann: "Mon mehr?" Sprich: "Noch mehr?"


Lachs mit Tomaten-Aprikosen-Salsa

Zutaten:

2 Lachsfilets, TK oder frisch
etwas Limetten- oder Zitronensaft
200 g reife Cocktailtomaten
15-20 g getrocknete Aprikosen (ohne Zuckerzusatz, nicht geschwefelt)
einige Minzblätter 
einige Basilikumblätter
1,5 EL Weißweinessig
4 EL Olivenöl
1/2 TL Xylit oder Honig
Salz
Pfeffer


Lachs, ob frisch oder aufgetaut, waschen und trocken tupfen. Etwas Zitronensaft und Pfeffer darauf geben. Zur Seite stellen.

Die Cocktailtomaten waschen. (Bei diesen kann man sich Häuten und Entkernen sparen.) Tomaten fein würfeln, die getrocknete Aprikosen sehr fein würfeln. Weißweinessig mit Olivenöl und Xylit gut vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Minze und Basilikum waschen und fein hacken. Alles zu einer Salsa verrühren und zur Seite stellen.

Den Lachs in einer Pfanne ca. 2 Minuten von jeder Seite anbraten. Mit der Salsa servieren.


Quellen: Gabi Eugster "Kinderernährung gesund & richtig" - 2012, Rezept Tomaten-Aprikosen-Salsa frei nach essen & trinken 6/2006

Mittwoch, 26. März 2014

Rote Beete

Eine neue Kategorie: "Ich lasse mich bekehren". 
Ich gebe es offen zu: Ich habe so manche Vorurteile, was bestimmte Lebensmittel oder Gerichte angeht.

Dazu gehört: Rote Beete schmeckt nur KALT. Und zwar höchstens zwei Mal im Jahr und dann aus dem Glas (zu Raclette) oder als Salat zum Abendbrot.

Vielleicht bin ich manchmal etwas zu eingefahren. Aber ich lass mich ja gerne eines Besseren belehren. Oder sogar bekehren.
Und wie der Koch immer so schön bemerkt: "Du kaufst das Zeug, also mach auch was damit!"
Da hab ich mich heute an ein Saucen-Rezept erinnert, das ich mal in einem Kochbuch entdeckt habe. Und das Rezept für die Chips wollte ich eh schon länger ausprobieren... immer auf der Suche nach gesunden Snacks für den Junior.
Und eins ist in jedem Fall schon mal klar: Die Farbe ist irre.

Mein Fazit: lecker. Ich muss es beides nicht jede Woche essen, aber das kann ja auch nicht immer das Kriterium für geschmacklichen Erfolg sein.

Die Sauce hat der kleine Mann übrigens auch probiert und tapfer eine halbe Schüssel mit Gnocchi gegessen - dann hat er mir den Teller zurückgegeben. Die Chips fand er konsistenzmäßig erst etwas strange, hat dann ein paar gegessen, aber sich immer wieder geschüttelt... aber immerhin hat er probiert! Und wieder einen neuen Geschmack kennengelernt.


Zutaten:

Rote-Beete-Sauce

für 2 Personen, passt zu Gnocchi

300 g Rote Beete (am Besten vorgegart im Vakuumbeutel)
300 ml Gemüsebrühe
etwas Olivenöl
Créme fraîche oder Sauerrahm
eine kleine Schalotte
Salz
Pfeffer
Schnittlauch

Die Rote Beete grob würfeln, die Schalotte fein würfeln. Beides in etwas Olivenöl anschwitzen und mit der Gemüsebrühe ablöschen. Etwa 10 Minuten (bei vorgegarter, sonst braucht sie mindestens 45 Minuten) köcheln lassen. Dann pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken und etwa 2 EL Créme fraîche unterrühren. Mit Schnittlauch garnieren.
Für den kleinen Mann habe ich das Salz weggelassen und salzarme Gemüsebrühe verwendet.

Rote-Beete-Chips

Rote Beete (roh, möglichst groß)
ev. etwas Meersalz

Da die Rote Beete beim Backen ziemlich schrumpft, ein möglichst großes Exemplar nehmen, sonst werden es Winzlings-Chips. Die Rote Beete waschen und (mit Handschuhen) mit einem Messer schälen. Dann möglichst gleichmäßig in ca. 1 mm dünne Scheiben hobeln. Ich hab es beim ersten Mal allerdings nicht geschafft, ganze kreisrunde Chips hinzubekommen. Vielleicht klappt es mit etwas mehr Übung.
Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen, ohne dass sie übereinander liegen. (Ich habe eine Dauer-Backmatte aus Silikon genommen, weil ich an anderer Stelle gelesen habe, dass sie sich dann noch besser vom Blech lösen.) Wer möchte, kann sie mit Salz bestreuen, ich fand sie aber auch ohne Salz lecker (und hab sie ja für den kleinen Mann gemacht).
Bei 130 Grad Umluft 40 - 60 Minuten backen, bis sie richtig kross sind. Ab und zu kann man ruhig die Tür öffnen und schauen, wie weit sie sind, ist eh besser wenn der Dampf entweichen kann.


Rezepte: "Kochen für Zwei", Cornelia Adam, GU 2007 und Chips von der Küchenchaotin